360°-Rundgang durch die Galerie

Querner, Curt

(* 1904, † 1976)

1904, am 7.4. wird Curt Querner in Börnchen bei Possendorf geboren. 1918 Abendlicher Besuch der Gewerbeschule. Erste Zeichen- und Aquarellversuche. 1925 Bekanntschaft mit dem Maler Hermann Lange aus Freital. Dieser regt ihn zur Bewerbung an der Kunstakademie in Dresden an. 1926 im Herbst Studienbeginn an der Kunstakademie bei Richard Müller und Hermann Dittrich. Das Studium finanziert Querner durch Arbeit in einer Seilerei und Handel mit Kälberstricken in den Dörfern des Osterzgebirges. 1927 Beginn der Freundschaft mit dem Kommilitonen Wilhelm Dodel. 1928/1929 zwei Wanderreisen nach Prag, Wien und Süddeutschland. Besuch der Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Anerkennungsurkunden der Kunstakademie.

1929 Beginn der Arbeit im Malsaal von Georg Lührig und Otto Dix. 1930 Beendigung des Studiums und Beginn der Tätigkeit als freischaffender Künstler. Er mietet ein Zimmer am Rande der Dresdner Altstadt und tritt der Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands (ASSO) bei. 1931 erste öffentliche Ausstellung in Joseph Sandels Galerie Junge Kunst in Dresden. Umzug auf die Wettinerstraße, später auf die Maternistraße 34.

1932 Beitritt zur Neuen Dresdner Sezession. 1933 Heirat mit Regina Dodel, der Schwester seines Malerfreundes Wilhelm Dodel. Wohnung in der Annenstraße 34. 1934 lebt von Arbeitslosenunterstützung. Nur wenige Verkäufe eigener Arbeiten 1936 Wanderreise durch Franken und Schwaben bis nach Colmar, um Grünewalds Isenheimer Altar zu sehen 1937 Beteiligung an einer Ausstellung im Kunstsalon Fritz Gurlitt in Berlin. 1939 Zweiwöchige Wanderung über Salzburg nach Kärnten. 1940 Einberufung zum Militärdienst nach Dessau, Frankfurt/Oder und Dresden-Nickern, 1943 Ab November bis Kriegsende als Wachsoldat in Norwegen stationiert. 1945 Atelier und Wohnung werden bei der Bombardierung Dresdens am 13.Februar zerstört. Ein Teil der frühen Arbeiten wird vernichtet. Nach der Kapitulation gerät Querner in französische Kriegsgefangenschaft. Bis Juni 1947 in verschiedenen Gefangenenlagern, u.a. in Cherbourg und Rouen.

1947 Rückkehr nach Börnchen. Im Herbst Teilnahme an der Ersten Ausstellung Dresdner Künstler in Dresden
1948 Querner sucht keinen Anschluss an sich neu formierende Dresdner Künstlergruppen
1949 Verkauf des Selbstbildnis mit Distel an das Stadtmuseum Dresden
1950 Gestaltung von Wandmalereien an Schulen und öffentlichen Gebäuden
1951/52 Beteiligung an Kollektivausstellungen in Halle und Leipzig
1953 Zurückweisung von Querners Arbeiten bei der III. Deutschen Kunstausstellung in Dresden
1954 zum 50. Geburtstag Ausstellung im Haus der Heimat in Freital
1956-58 Beteiligung an verschiedenen Gruppenausstellungen. Kaum Verkäufe
1959 Kunstpreis der Stadt Freital
1960 Aquarell-Ausstellung im Kunst- und Bergbaumuseum Freiberg
1963 Wiederentdeckung der ASSO-Künstler. Nationalgalerie Berlin, Galerie Moritzburg in Halle und Galerie Neue Meister in Dresden erwerben Werke Querners
1964 Aquarell-Ausstellungen u.a. im Lindenau-Museum Altenburg und im Schloss Branitz bei Cottbus. Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg
1965 Ausstellungen in Schwerin, Greifswald, Halle, Erfurt, Karl-Marx-Stadt. Beteiligung an der Ausstellung Arte e Resistenza in Europa in Bologna und Turin
1968 Querner-Monographie von Hellmuth Heinz erscheint
1970 Aquarell-Ausstellung in Bydgoszcz (Polen) und Košice (Tschechien). Beteiligung an der Ausstellung Kunst als Waffe – die ASSO und die revolutionäre Bildende Kunst der 20er Jahre in Nürnberg, München und Westberlin
1971 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR
1972 Das Museum für Deutsche Geschichte in Berlin kauft drei Werke Querners an. Beteiligung an der VII. Kunstausstellung. Aquarell-Ausstellung im Kupferstich-Kabinett Dresden
1973 Ausstellung in der Galerie Zentralbuchhandlung in Wien. Reisegenehmigung und Fahrt nach Wien. Ausstellung gemeinsam mit Fritz Cremer im Lindenau-Museum Altenburg
1974 Ausstellung zum 70. Geburtstag im Staatlichen Museum Schwerin und im Haus der Heimat Freital. Querner-Film des DDR-Fernsehens. Reise in die Niederlande anläßlich einer Aquarell-Ausstellung in Den Haag
1975 Ausstellung in Rostock

1976 am 10. März stirbt Curt Querner in Kreischa bei Dresden.

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